Versicherungen, Geld, Finanzen

21. Juli 2008

Riestern Sie schon?

Abgelegt unter: Arbeitskraftabsicherung — Schlagwörter:, , — admin @ 14:56

Die Riesterrente als eine Möglichkeit der Altersvorsorge ist derzeit in aller Munde. Getreu dem allseits bekannten Werbeslogan eines schwedischen Möbelhauses könnte man auch sagen:

Sparst du noch, oder riesterst du schon?

Wir wissen alle, dass für die heute jungen Leute die Rente geringer wird oder vielleicht auch auf ein Minimum zurückgeschraubt wird. Schon die derzeit 50er müssen länger arbeiten, um Rente zu erhalten. Wer dennoch zeitiger in Rente geht, muß mit Abschlägen rechnen, mit anderen Worten, eine Rentenkürzung erfolgt. Das ist nicht sehr erfreulich, wenn man davon ausgeht, dass derzeit etwa 67% vom durchschnittlichen Nettolohn gezahlt werden. Um es verständlicher zu machen, bei einem durchschnittlichen Netto von 1300 Euro bleiben als Rente noch 871 Euro übrig. Was können Sie von Ihrer Ausgabenliste streichen, um mit diesem Geld auszukommen? Ausgaben wie Miete, Strom, Wasser, Heizung sind ein Muß. Da diese ständig steigen, wird die Rente wohl kaum dafür reichen. Zusätzlich sollten Sie pro Jahr eine Inflationsrate von etwa 2,5% einrechnen. Bei diesen Zahlen wird sogar einem kurz vor der Rente stehendem Berufstätigen ganz flau. Sicher hilft der Staat den Rentnern, die mit wenig Rente auskommen müssen. Aber wollen Sie ständig als Bittsteller dastehen? Sicher, es steht Ihnen gesetzlich zu. Aber angenehm ist es trotzdem nicht, wenn man ein Leben lang gearbeitet hat und nun für den wohlverdienten Ruhestand nichts übrig ist.

Das sollte junge Menschen zum Nachdenken anregen. Sie können auch mit kleinen Beiträgen für das Alter vorsorgen. Man muß nur zeitig genug anfangen. Es lohnt sich immer.

Mal ehrlich, haben Sie nicht auch oft genug über unsere Politiker und ihre Maßnahmen geschimpft. Besonders dann, wenn es wieder mal ein Griff in unsere Geldbörse war, weil diese oder jene Steuer erhöht wurde oder Vergünstigungen wegfielen?

Jetzt tun unsere Politiker mal was Gutes und verschenken bares Geld und viele wollen es gar nicht. Wer soll das verstehen!

Vielleicht, weil es ihnen noch nicht genau erklärt wurde oder weil sie meinen, da ist ein Haken?

Ein einfaches Beispiel kann sicher etwas Klarheit bringen.

Nehmen wir eine junge Familie mit zwei Kindern. Das Ehepaar verdiente gemeinsam 30.000,00 Euro brutto im Jahr 2007. Im Jahr 2008 müssen 4% vom Bruttolohn in den Riester-Vertrag eingezahlt werden, um die vollen Zulagen zu erhalten. Das sind 1200 Euro für das Jahr. Nun gibt es eine Zulage für das Ehepaar von je 154 Euro, insgesamt 308 Euro. Für jedes Kind beträgt die Zulage 185 Euro, also 370 Euro. Diese Zulagen von 678 Euro werden dem Vertrag gutgeschrieben. Gleichzeitig  werden sie von den 1200 Euro Eigenbetrag abgezogen, so dass für die Familie ein noch zu zahlender Betrag von 522 Euro im Jahr 2008 oder 43,50 Euro pro Monat übrig bleibt.

Nun mal ehrlich! Können Sie es sich leisten, jedes Jahr so viel Geld zu verschenken, wenn es um Ihre Rente geht?  Wenn jetzt der Einwand kommt, Sie haben dieses Geld nicht übrig, weil die Lebenshaltungskosten so hoch sind? Dann überlegen Sie, auf welche nicht so wirklich wichtigen Dinge Sie verzichten könnten. Im Rentenalter müssen Sie es auf jeden Fall. Oder vielleicht überprüfen Sie,  ob wirklich alle Versicherungen sein müssen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, einzusparen. Man muß nur wirklich wollen.

Die Riester-Verträge sind vielfach nachgebessert worden. So muß man die Zulagen nur noch einmal beantragen. Sie werden dann jedes Jahr überwiesen. Außerdem gibt es steuerliche Vorteile, die Beiträge können als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Neu ist auch die Kapitalentnahme zur Schaffung von Wohneigentum. Hier sollten Sie den Versicherungsmakler Ihres Vertrauens befragen.

Zum Thema Riester-Rente könnte noch viel mehr gesagt werden. Aber das ist Thema eines anderen Beitrages.

20. Juli 2008

Mobil in den Urlaub

Abgelegt unter: Allgemeines — Schlagwörter:, , , — admin @ 18:30

Die Urlaubszeit ist da. Nach und nach ist in allen Bundesländern Ferien angesagt. Die Urlauberwelle rollt über die Autobahnen und staut sich. Das macht kaum einen glücklich. Und dann passiert das, was am meisten gefürchtet wird: ein Auffahrunfall oder ein anderer Crash, manchmal ohne Personenschaden, oft aber auch mit Personenschaden.

Wie kann man diesem entgehen?

Bereiten Sie Ihren Urlaub gut vor. Fahren Sie nicht an dem Tag, an dem mehrere Bundesländer Ferienbeginn haben. Suchen Sie sich nach Möglichkeit Straßen, die nicht zu den Hauptmagistralen gehören. Das kann zwar etwas länger dauern, aber Ihre Nerven werden es Ihnen danken und Ihre Mitfahrer auch.

Haben Sie vor der Fahrt auch daran gedacht, Ihr Fahrzeug einem “Gesundheitscheck” zu unterziehen? Reifendruck, Öl, eventuell Ölwechsel, gegebenenfalls Wasser für die Scheibenwaschanlage, genügend Kraftstoff, um nicht gleich an der nächsten Autobahnraststätte den teuren Kraftstoff kaufen zu müssen, sollten Pflicht sein.

Haben Sie daran gedacht, Ihren Versicherungsschutz in der AutoVersicherung zu überprüfen, eventuell zu erweitern?

Durch die KFZ-Haftpflichtversicherung sind sie innerhalb Europas geschützt. Es empfiehlt sich aber, eine Fahrzeugversicherung abzuschließen. Sie übernehmen im Schadensfall die Schäden am eigenen Auto.

Die Teilkasko tritt für Schäden ein, die durch Brand, Explosion, Sturm,Hagel, Blitz und Überschwemmung – gerade in der jetzigen Zeit mit seinen Unwettern - entstanden sind. Auch Zusammenstöße mit Haar- und Federwild werden reguliert. Außerdem hilft sie bei Glasbruchschäden, bei Kurzschluß an der Verkabelung sowie bei Schäden durch Raub und böswilliger Beschädigung durch Dritte.

Die Vollkasko übernimmt die Kosten, wenn Sie im Ausland schuldlos in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden und  wenn der entstandene Schaden nur unvollständig oder zögerlich ersetzt wird. Außerdem ersetzt sie Schäden an Ihrem Auto, wenn Sie selbst den Unfall verursacht haben.

Günstig ist auch der KFZ-Schutzbrief. Er ist eine Zusatzversicherung und nur auf dieses eine Fahrzeug bezogen. Er beinhaltet unter anderem Kostenersatz für Bergung, Abschleppen und Unterstellen des Fahrzeuges, Mietwagen oder Rücktransport, Übernachtungskosten usw.

Sinnvoll ist auch ein Auslands-Schadenschutz. Wer im Ausland in einen Unfall verwickelt wird, muß sich nicht mit den ausländischen Versicherungen herumschlagen. Er ruft seine Versicherung an. Diese reguliert den Schaden so, als wäre das Fahrzeug des Unfallgegners bei der eigenen Versicherung haftpflichtversichert.

Wer in den südeuropäischen Ländern Urlaub macht und einen Wagen mieten will, sollte eine Mietwagenpolice, auch Mallorca-Police genannt, abschließen. Es ist eine zusätzliche Autohaftpflicht für Mietwagen. In diesen Ländern gelten für gemietete Fahrzeuge oft niedrigere Mindestversicherungssummen als in Deutschland. Das kann teuer werden, wenn das Mietfahrzeug durch einen Unfall beschädigt wurde oder einen Totalschaden hat. Gehen die Ansprüche des Vermieters über die Mindestsumme hinaus, muß die Differenz aus eigener Tasche bezahlt werden.

Immer in Ihrem Auto sollte die Grüne Versicherungskarte sein. In einigen europäischen Ländern ist sie Pflicht, in anderen wird sie bei einem Unfall verlangt.

Desweitern sollten Sie das Formular “Europäischer Unfallbericht” im Auto mitführen. Es erleichtert die Unfallaufnahme, weil es inhaltlich und grafisch in allen Ländern identisch ist. Außerdem enthält es Ausfüllhilfen in 10 Sprachen.

Beides wird mit den Versicherungsunterlagen jedem KFZ-Besitzer ausgehändigt. Ist es nicht in Ihrem Besitz, sollten Sie unbedingt mit Ihrer Autoversicherung reden.

Nach dieser umfangreichen Vorbereitung kann man sich nur wünschen, dass man diese Unterlagen nie braucht.

Kommt es aber trotzdem zu einem Unfall, bewahren Sie Ruhe. Nicht hektisch und unüberlegt handeln. Das verschlimmert die Situation ! Vielleicht ist es angebracht, sich eine Checkliste zu erarbeiten, auf der alle Handlungen stehen,die sie befolgen müssen, angefangen von A wie alle Belege aufheben über R wie Reiseveranstalter informieren bis V wie alle Versicherungen informieren, die für die entstandenen Schäden aufkommen.

Um Rechtsstreitigkeiten im Ausland sicher und vorallem Kostengünstig begegnen zu können, ist der Abschluss einer Verkehrs-Rechtsschutz
sehr zu empfehlen.

In diesem Sinne: Allen einen erholsamen und unfallfreien Urlaub!

Sommerzeit – Urlaubszeit – Reisezeit

Abgelegt unter: Allgemeines — Schlagwörter:, — admin @ 15:33

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen……….

Dieser Spruch sollte immer auf positive Erlebnisse hinweisen. Auf negative Erlebnisse während der Urlaubszeit kann man ganz gewiß verzichten. Aber leider gibt es viele Urlaubsreisende, die Bücher mit schlechten Erlebnissen füllen könnten. Dabei kann einiges im vorhinein ausgeschlossen werden.

Eine gründliche Vorbereitung der Reise hilft, manches auszuschließen. Die schönsten Wochen des Jahres sollten auch die schönsten werden. Machen Sie eine Checkliste mit den wichtigsten Dingen, die zu tun sind. Besonders wichtig ist dieser Check, wenn Sie außerhalb Europas Urlaub machen.

Haben Sie eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen? Im Falle einer Krankheit bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen keine medizinische Behandlung. Innerhalb Europas wird zwar ein Teil der Kosten übernommen, aber nicht den eventuell notwendigen  Rücktransport. Was wird mit den Familienanghörigen in diesem Falle?  Zahlt die Versicherung auch dafür?

Viele Urlaubsreisende schließen auch eine Reisegepäckversicherung ab. Bei Verlust, Zerstörung oder Beschädigung des Gepäcks übernimmt sie die Kosten und bewahrt manchen Urlauber vor finanziellem Schaden. Versichert ist dabei die persönliche Habe nicht nur bei Diebstahl, Raub und Feuer, sondern auch bei Schäden durch Sturm, Wasser, Blitzschlag und anderen Fällen höherer Gewalt, jedoch nicht bei Krieg und Beschlagnahme. Wer sein Gepäck vergißt und stehen läßt, hat keinen Anspruch auf Ersatz.

Eine Reiserücktrittskosten Versicherung wird meistens bei Buchung der Reise mit angeboten. Sie sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden. Oft wird eine Reise schon lange im Voraus gebucht, um günstige Angebote anzunehmen. Dann kann es aus triftigen Gründen passieren, dass die Reise nicht angetreten werden kann. Egal ob wegen Tod, unerwartete schwere Krankheit des Versicherungsnehmers oder eines nahen Angehörigen storniert werden muß, die Versicherung ersetzt die Kosten, die wegen Nichtantritts der Reise entstehen, wie zum Beispiel Stornokosten des Reiseveranstalters oder des Vermieters der Ferienwohnung. Muß die Reise aus genannten Gründen abgebrochen werden, zahlt die Versicherung die zusätzlichen Rückreisekosten. Sie zahlt auch dann, wenn zu Hause durch Überschwemmung oder Feuer ein erheblicher Schaden entstanden ist.

Sollten Ihnen in Ihrem Hotelzimmer persönliche Gegenstände durch Diebstahl abhanden gekommen sein, dann zahlt auch die Haushaltsversicherung.

Wer sich gegen alle Eventualitäten absichern will, sollte den Familien-Schutzbrief abschließen. Er bietet ein breites Spektrum an Leistungen. Er gilt in Deutschland und Europa und das angrenzende Mittelmeergebiet außereuropäischer Länder, wie z.B. Marokko,  Tunesien, asiatische Türkei usw.

Die Schutzbriefversicherung trägt z.B. die Kosten für Heilbehandlung, Medikamente und Krankentransport. Außerdem hilft sie bei Pleiten des Reiseveranstalters, bei Ersatz von Reisedokumenten und Zahlungsmitteln und sonstigen Notfällen. Sollten Sie im Ausland einer Strafverfolgung ausgesetzt sein – davon wird ja öfters in den Medien berichtet – übernimmt die Rechtsschutzversicherung die Kosten eines Rechtsstreites.

Noch ein Tipp zum Schluß: Es ist ratsam, seine Ausweise und Reisepapiere in Kopie mitzunehmen. Bei einem eventuellen Verlust läßt sich schnell und unbürokratisch Ersatz beschaffen und Sie müssen Ihre Identität nicht nachweisen. Das ist besonders außerhalb Europas wichtig!

14. Juli 2008

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Abgelegt unter: Allgemeines — Schlagwörter:, , — admin @ 18:26

Wir Deutschen haben den Drang, uns gegen alles, auch sinnloses, zu versichern. Oftmals werden viele kleine Versicherungen abgeschlossen, die manchmal schon in einer bereits abgeschlossenen Versicherung enthalten sind. Es gibt auch Paare, wo jeder z.B. eine Haftpflichtversicherung, eine Rechtsschutzversicherung und eine Hausratversicherung hat, weil sie einfach nicht bedenken, dass eine gemeinsame Haushaltsführung auch eine gemeinsame Versicherung bedeutet. Und wenn der Versicherungsmakler nur an seine Provision denkt, dann wird er dieses Paar auch nicht an diese doppelten Versicherungen aufmerksam machen. So werden aber wertvolle Euros vergeudet, mit denen man vielleicht den Urlaub oder das neue Auto mitfinanzieren könnte.

Was bedeutet nun sinnvolle Versicherung und welche von diesen brauche ich wirklich?

Versicherungen sind dann sinnvoll, wenn sie existenzbedrohende oder -belastende Schäden abdecken. Will man sich für einen Schadensfall versichern, der ein hohes finanzielles Risiko abdeckt, aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht eintritt,  sollte man eine hohe Selbstbeteiligung wählen. Dann ist der Beitrag gering und man ist trotzdem abgesichert.

Wichtig für jeden ist eine Privathaftpflichtversicherung. Obwohl sie Pflichtversicherung heißt, ist sie nicht Pflicht. Im Bürgerlichen Gesetzbuch, § 823 zur Schadensersatzpflicht, steht: Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben,den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zu Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet.

Das kann bei Personenschäden weitreichende Folgen haben. Wer zum Beispiel einen Unfall verursacht, bei dem der Verunfallte bleibende Schäden behält, wird sein Leben lang zur Kasse gebeten: für Arzt- und Krankenhauskosten, für Schmerzensgeld, für Pflegepersonal, für eventuelle Umbauten in Wohnung oder Haus, und, und und……..

Eine Unfallversicherung kann, wenn man keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, die Folgen eines unfallbedingten Ausscheidens aus dem Berufsleben mildern, indem sie die monatliche Rente zahlt und auch für andere Leistungen eintritt, sofern diese mit abgeschlossen sind.

Eine Hausratversicherung ersetzt Schäden an der Wohnungseinrichtung, die durch Feuer oder Wasser enstanden sind. Dazu gehören auch Schäden an elektrischen Geräten wie Fernseher oder Computer bei Blitzschlag, wenn sie mit abgeschlossen werden.

Für die Jüngeren gehört unbedingt eine private Altersvorsorge dazu. Die gesetzlichen Renten sinken immer mehr. Deshalb ist es besonders wichtig vorzusorgen. Egal ob Riester- oder Rürup-Rente, Lebensversicherung oder private Geldanlage, für das Alter muß vorgesorgt werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden Berufstätigen von äußerster Wichtigkeit. Sie sollte so zeitig wie möglich abgeschlossen werden, um von günstigen Konditionen zu profitieren.

Damit sind die wichtigsten Versicherungen genannt.

Alle weiteren Versicherungen sind vom jeweiligen Versicherungsnehmer abhängig, wie zum Beispiel eine Wohngebäudeversicherung oder die Rechtsschutzversicherung oder eine Tierhalterhaftpflicht.

Für junge Paare oder Häuslebauer ist eine Risikolebensversicherung unabdingbar. Sie schützt im Todesfall den Hinterbliebenen vor einer finanziellen Notlage und kann die Witwenrente ergänzen.

Für Kinder ist eine Unfallversicherung sinnvoll, die auch Invalidität absichert, die krankheitsbedingt entstanden ist.

Für ältere Menschen kann eine Unfallversicherung wichtig sein, die im Falle der Hilfsbedürftigkeit die Kosten von Hilfs- und Pflegeleistungen übernimmt, wie z.B. Haushaltsdienste, Fahrtkosten usw..

Eine KFZ-Versicherung braucht natürlich nur jemand, der auch ein Fahrzeug besitzt und dann ist sie Pflicht. Anders ist es bei der Kasko-Versicherung. Eine Vollkasko lohnt sich nur, wenn das Auto ziemlich neu ist. Eine Teilkasko mit Selbsbeteiligung ist jedoch sehr sinnvoll, weil sie Schäden reguliert, die von außen einwirken, wie z.B. Glasbruch oder Wildschäden.

Dann gibt es die unterschiedlichsten Zusatztarife für die Krankenversicherung, eine Sterbeversicherung oder die Auslands-Reisekrankenversicherung, die Reisegepäckversicherung oder oder oder…..

Am Ende jedoch muß jeder selbst nach bestem Gutdünken entscheiden, was er abgesichert haben möchte.

In diesem Sinne also, überprüfen Sie Ihre Versicherungen! Ein Versicherungsvergleich lohnt sich immer!

11. Juli 2008

Sommerzeit – Grillzeit

Abgelegt unter: Haftpflichtversicherungen — Schlagwörter:, — admin @ 14:04

Der Sommer ist da und mit ihm auch warme Abende, bei denen man gemeinsam lange draußen sitzen kann. Was liegt näher, als beim gemeinsamen Zusammensitzen den Grill anzumachen und die schönsten Leckerbissen darauf zu grillen. Egal ob Bratwürste jeglicher Art, viele verschiedene Sorten Fleisch oder Fisch. Derzeit besonders beliebt sind die unterschiedlichsten Gemüsesorten wie Champignons, Zwiebeln, Tomaten, Kartoffeln,Zucchini und Aubergine.

Damit es ein angenehmer Abend bleibt, sollte man die allseits bekannten Vorsichtsmaßregeln beachten.

Was, wenn trotzdem etwas oder jemand zu Schaden kommt?

Welche Versicherung reguliert welchen Schaden?

Die Hausratversicherung haftet für Schäden an den Gartenmöbeln. Das gilt auch, wenn außerhalb des eigenen Grundstückes gegrillt wurde, z.B. auf dem Campingplatz. Hier greift dann die Außenversicherung der Hausratversicherung.

Kommen aber Personen zu Schaden, tritt die Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers ein. Das gilt auch für Schäden am Eigentum Dritter, die berechtigt sind. Sollten aber unberechtigte Forderungen bestehen,wehrt die Haftpflichtversicherung diese notfalls auch vor Gericht ab. Das ist sicher eine wichtige Information für viele Versicherungsnehmer, weil sich nicht jeder ausführlich über die Inhalte seiner abgeschlossenen Versicherungen informiert.

Diese Beispiele zeigen, wie wichtig vor allem eine private Haftpflichtversicherung ist.

9. Juli 2008

Berufsunfähig – und nun?

Abgelegt unter: Arbeitskraftabsicherung — Schlagwörter:, — admin @ 16:44

Viele wissen es, einige handeln, aber es gibt auch nicht wenige, die meinen, sie selbst trifft es nicht. Aber das Risiko, berufsunfähig zu werden, steigt. Deshalb sollte jeder Arbeitnehmer und auch jeder Selbständige durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung finanziell abgesichert sein.

Es gibt Fakten, die eine klare Sprache sprechen.

Zum einen fehlt die finanzielle Quelle für den Lebensunterhalt. Staatliche Hilfen sind gering. Außerdem werden sie nur bei teilweiser oder voller Erwerbsunfähigkeit gewährt. Das bedeutet, wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, aber eine andere Arbeit in einem bestimmten Umfang ausüben kann, geht leer aus.

Zum anderen ist zu bedenken, dass durch Erwerbseinkommen der Aufbau der Altersversorgung finanziert wird. Fällt das Einkommen weg, wird auch nicht in die Rente investiert. Mit dem Rentenbeginn kommt also das nächste böse Erwachen, die gesetzliche Rente ist gering.

Ursachen für eine  Berufsunfähigkeit sind weniger die Unfälle. Hierfür gibt es als zusätzliche Absicherung die Unfallversicherungen. Günstiger Versicherungsschutz ist hier leicht zu bekommen. Ein Vergleich der Unfallversicherung lohnt immer.

Es sind Beeinträchtigungen des Körpers und der Psyche, die uns aus dem Berufsleben werfen.

Am häufigsten sind es Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, gefolgt von psychischen Erkrankungen, Unfällen und den Herz-, Kreislauferkrankungen.

Was heißt nun aber berufsunfähig?

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf ganz oder nur teilweise auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Wichtig für den Versicherten ist, dass er im Leistungsfall nicht auf einen anderen Beruf verwiesen werden kann. Das ist zwar bei den meisten Versicherungsgesellschaften Standard, aber es gibt auch noch verschiedene Tarife, bei denen das nicht so ist. Also gut aufgepasst und sich genauestens informieren!

Welche Folgen kann die Berufsunfähigkeit für einen Berufstätigen noch haben?

Eine länger dauernde Krankheit ist oft der Grund für eine Berufsunfähigkeit. Damit ist meistens auch der Verlust des Arbeitsplatzes verbunden. Krankengeldzahlungen aus privaten und gesetzlichen Krankenkassen enden, wenn die Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Dabei ist unwichtig, ob der Berufsunfähige Leistungen aus gesetzlichen oder privaten Versicherungen erhält. Ist dann auch der Anspruch auf Arbeitslosengeld beendet, beginnt der soziale Abstieg.  Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erreichen nicht einmal die Höhe des gesetzlichen Existenzminimums.

Wie hoch sind nun die Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung?

Die Erwerbsminderungs-Rentenreform aus dem Jahr 2001 brachte drastische Kürzungen.

Zum einen wurde die gesetzliche Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Zum anderen haben alle nach dem 1.Januer 1961 Geborene bei Berufsunfähigkeit keinen gesetzlichen Schutz mehr. Deshalb ist Privatvorsorge zwingend notwendig!!!

Was heißt das nun genau?

Für alle gesetzlich versicherten Personen, die am 31.12.2000 das 40. Lebensjahr erreicht hatten, bleibt die alte Regelung erhalten, d.h. bei Berufsunfähigkeit zahlt der Gesetzgeber ca. 26% vom Bruttoeinkommen. Das sind bei 2000 Euro monatlichem Brutto ca. 520 Euro monatlich. Das reicht vielleicht nur für die Miete. Und was wird mit den Lebenshaltungskosten?

Für Versicherte unter 40 Jahren sieht es seit dem 01.01.2001 folgendermaßen aus:

Die “Halbe Erwerbsminderung” bringt ca 17 % vom Brutto, bei 2000 Euro brutto sind das ca. 340 Euro monatlich.  Eine “Halbe Erwerbsminderung ” liegt vor, wenn eine Tätigkeit, egal in welcher Form, für 3 bis 6 Stunden täglich ausgeführt werden kann.

Bei einer vollen Erwerbsminderung, also volle Berufsunfähigkeit, gibt es ca. 34 % vom monatlichen Brutto, bei 2000 Euro brutto sind das ca. 680 Euro monatlich.

Was kostet nun eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei der Berechnung der Berufsunfähigkeitsrente sind verschiedene Aspekte zu beachten. Zum Beispiel: Wie hoch sollte die Rente sein? Welchen Beruf übe ich aus? Es gibt bei den Versicherungen unterschiedliche Berufe, wie z.B. Dachdecker, Bauarbeiter, Krankenschwester, Friseure u.a., die ein größeres Risiko einer Berufsunfähigkeit haben, als z.B. Mitarbeiter in Verwaltungen.

Die folgenden Beispiele gehen vom einem geringen Risiko aus. Soll eine BU-Rente von 1000 Euro gezahlt werden, zahlen junge Männer und Frauen etwa gleich viel. Mit zunehmendem Eintrittsalter erhöhen sich die Beiträge für Frauen erheblich.

Zahlen 25jährige Männer und Frauen noch 52 Euro monatlich, sind es bei 35jährigen Männern 63 Euro und bei den Frauen 71Euro, so sind es bei 45jährigen Männern 78 Euro und bei den Frauen schon 92 Euro. Das sind Durchschnittswerte, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind.

Deshalb ist eine frühzeitige Versicherung sehr wichtig. Am besten ist es, sich als Student, Abiturient oder Auszubildender zu versichern, da die Aufschläge auf eventuelle Risikogruppen noch nicht vorhanden sind. Ein Berufswechsel oder Neueinstieg ist der Versicherung nicht zu melden, so wie es bei der Unfallversicherung der Fall ist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine reine Risikoabsicherung. Sollte kein Schadensfall eintreten, werden die Beiträge nicht zurück erstattet. Deshalb kann es günstiger sein, die Berufsunfähigkeit mit anderen Versicherungen zu kombinieren.

Das wird aber Thema eines anderen Beitrages sein.

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