Versicherungen, Geld, Finanzen

26. September 2008

Riester-Fondssparpläne im Aufwind

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Nachdem die Riesterrente anfangs nur so dahindümpelte, gerät sie langsam, aber sicher zu einem Absatzschlager. Vor allem Riester-Fondssparpläne sind im Aufwind. Und das deshalb, weil sie die höchsten Renditen unter allen Sparplänen erzielen. Wenn man bedenkt, das ein normaler privater Riesterrentenversicherungsvertrag nur 2,25% Zinsen jährlich bringt, ein Ratensparplan bei den Banken etwa 4% und ein Fondssparen etwa 7% Zinsen jährlich, dann ist wohl jedem klar, bei welchem Vertrag mit gleichen Leistungen mehr Renditen erzielt werden. Diesen Erfolg nahm FOCUS-MONEY zum Anlass, die Fondsgesellschaften zu testen.

Ein Sonderdruck des FOCUS-MONEY vom 26. September 2007 gibt darüber Auskunft, wie die sechs geprüften Gesellschaften abgeschnitten haben. Laut FOCUS-MONEY wollte ein siebter Anbieter keine Auskunft erteilen, andere Offerten gab es zu diesem Zeitpunkt nicht.

Zitat:

Der Grund für die hervorragende Wertentwicklung der Fondssparpläne ist klar: Mit diesen Produkten profitieren Anleger besonders von den hohen Renditechancen der Böresen. “Wir setzen zu 100 Prozent auf Aktien, solange der Trend gut ist. Auf lange Sicht bringt diese Anlageklasse einfach die höchsten Erträge”, erläutert Frank Breiting, zuständiger Produktmanager beim Testsieger DWS Investments, im FOCUS-MONEY-Interview. Besonderer Clou: Wer mit Riester-Fonds spart, darf nicht nur hohe Renditen erwarten, sondern engagiert sich zudem ohne Verlustrisiko. Am Ende der Sparzeit müssen die Fonds nämlich mindestens die eingezahlten Beiträge sowie die staatlichen Zulagen auszahlen. Da die Spardauer sehr lang ist, wird aller Voraussicht nach aber ohnehin mehr Ertrag herauskommen.

Weiterhin im FOCUS-MONEY:

Zur Beitragssicherung verwenden die Anlagestrategen der Fondsgesellschaften festverzinsliche Wertpapiere. Setzen die Experten zu stark oder zum falschen Zeitpunkt auf Zinstitel, leidet die Rendite. Bei allen getesteten Angeboten hängt das Mischungsverhältnis von Aktien zu Anleihen vom Alter des Sparers bzw. von der Restlaufzeit des Vertrages ab. Die Technik, mit der die Gesellschaften den Aktien-/Anleihen-Mix berechnen, unterscheidet sich jedoch im Detail. DWS, Cominvest und Union kalkulieren die Aktienquote regelmäßig für jeden einzelnen Sparer. Allianz, Hansa Invest und Deka verwenden pauschalere Modelle. Im Test galten zur Berechnung des Anlageerfolgs für alle Anbieter die gleichen Vorgaben. Berechnet wurde ein 20 Jahre laufender Sparplan mit monatlich 100 Euro Einzahlung. Staatliche Zuschüsse und Steuervorteile wurden nicht berücksichtigt, da sie ohnehin bei allen Anliegern gleich hoch ausfallen und so die Rangfolge nicht beeinflussen können.

Clevere Rechnung. Unterstellt wurde zudem, dass sich das Aktienvermögen während der Sparphase exakt so entwickelt, wie es der MSCI-Weltaktienindex zwischen Anfang 1987 und Ende 2006 tat. Für die Entwicklung des Anlagenanteils galt analog dazu der Citigroup-Euroland-Staatsanleihen-Index als Maßstab. In der Realität hätte sich der Aktienanteil natürlich bei jedem Anbieter etwas anders als der Weltindex entwickelt. Schließlich investieren die Gesellschaften in Fonds unterschiedlicher Güte. So fließt etwa bei Union Investment das Geld überwiegend in den 47 Jahre alten Aktienfonds UniGlobal, den die Rating-Agentur Morningstar mit ihrer Höchstnote bewertet.Dennoch macht der standartisierte Ansatz Sinn, weil nur so deutlich wird, wie stark Kosten und Sicherungstechniken das Endergebnis beeinflussen.

Starke Resultate. Die Ergebnisse der beiden besten Anbieter können sich sehen lassen. In den vergangenen 20 Jahren hätten DWS und Cominvest unter den gegebenen Angnahmen fast die gleiche Rendite erzielt wie der MSCI-Index. Der stieg 1987 bis 2007 mit einer mittleren Jahresrate von 8,2 Prozent. Testsieger DWS liegt mit seiner Rendite von 7,5 % nur 0,7 Prozentpunkte darunter. Anders ausgedrückt:Anleger zahlen pro Jahr nur 0,7 Prozentpunkte für den Erhalt ihrer Beiträge. Das ist nicht viel – um so mehr, als staatliche Zulagen und Steuervorteile in unserer Rechnung noch nicht enthalten sind. In der Realität dürfen Anleger deshalb mit guten Gründen annehmen, dass ihr Riester-Fondsvertrag die gleiche Rendite bringt wie der Aktienmarkt – trotz Beitragsgarantie.

Aus all diesen Fakten ist zu erkennen, je zeitiger man seinen Riestervertrag beginnt und je länger er läuft, um so höher ist die Rendite, bzw. die am Ende des Vertages auszuzahlende Rente. Kursschwankungen und Börsenstürze wie derzeit in New York können langlaufenden Verträgen nichts wesentliches anhaben. Also keine Panik! Jetzt heißt es: abwarten und Tee trinken! Ihre Einlagen sind Ihnen sicher!

23. September 2008

Riesterrente – attraktiv und interessant

Abgelegt unter: Altersvorsorge — Schlagwörter:, — admin @ 16:27

Die Riesterrente ist in aller Munde. Aber es zögern immer noch einige, weil sie nicht 100prozentig von dieser Form der Rentenversicherung überzeugt sind und den gewissen Haken suchen. Aber den gibt es nicht. Es sei denn, man kann sich in der Vielfalt der möglichen Verträge nicht für den für sich richtigen entscheiden.

Die Riesterrente ist bei aller Skepsis, die noch bei einigen Leuten vorhanden ist, die attraktivste Form der privaten Altersvorsorge. Warum?, könnte man nun fragen.  Dieser Beitrag soll die Unentschlossenen und Zögernden von der Wichtigkeit überzeugen.

Seit 2002 gibt es die zusätzliche Form der Altersvorsorge. Sie soll helfen, die Rentenlücke im Alter zu schließen. Welche Rentenlücke? Sie entsteht, weil das letzte Nettogehalt und die Altersrente nicht gleich hoch sind. Um den fehlenden Betrag einigermaßen zu aufzufüllen, gibt es diese zusätzliche Form. Sie ist freiwillig. Damit aber viele mitmachen, gibt es staatliche Zulagen. Zusätzlich winken hohe Renditen bei garantierter Verzinsung.

Aber Riester-Vertrag ist nicht gleich Riester-Vertrag. Was heißt das? Je nach Vertrag und Gesellschaft kann sich die auszuzahlende Rente enorm unterscheiden, obwohl die gleichen Beiträge gezahlt wurden.

Es ist deshalb wichtig zu kontrollieren, ob das Vorsorgeangebot mit dem Prüfstempel “Zertifizierungsstelle für Altersvorsorgeprodukte” versehen ist. Nur dann ist dieser Vertrag riesterfähig und darum auch förderwürdig mit staatlichen Zulagen und Steuervorteilen.

Deshalb legen Sie großen Wert auf die richtige Beratung. Vertrauen Sie sich einem
unabhängigen
Versicherungsmakler an. Nur er ist in der Lage, aus der Vielfalt der Angebote, den für Sie passenden Vertrag  zu finden. Er hat auf Grund der Vielzahl an gebotenen Versicherern die Möglichkeit in Ihrem Interesse eine Versicherungsvergleich durchzuführen.

Nach Aussagen der Deutschen Rentenversicherung gibt es bereits rund 10 Mio zulagefähige Riesterverträge.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • garantierte lebenslange monatliche Rente
  • Hartz IV sicher
  • Pfändungssicher
  • Flexibler Rentenbeginn
  • Jährliche Rentensteigerung
  • Bis zu 30% Prozent Sonderauszahlung zu Rentenbeginn
  • Vererbbarkeit

Es gibt verschiedene Formen der Riesterverträge, aus denen Sie wählen können.

1. Rentenversicherung

Es ist eine herkömmliche private Rentenversicherung bei einem Versicherungsunternehmen, deren Vertrag die Bedingungen zur Zertifizierung erfüllt. Es gibt eine garantierte Verzinsung aller eingezahlten Beiträge, die derzeit bei 2,25 % p.a. liegt. Bei Vertragsabschluß kann also schon sicher gesagt werden, wie hoch die Rente einmal sein wird. Voraussetzung ist aber, dass der Vertrag regelmäßig bis zum Ablauf bespart wird. Wer aussetzt, bekommt, je nach Anbieter, eine geringere Rente oder der Vertrag läuft länger. Es besteht auch die Möglichkeit, zu Beginn der Rentenzahlung 30% der Geldeinlage auf einmal sich auszahlen zu lassen. Überschüsse aus diesem Vertrag werden zusätzlich gezahlt und sind in ihrer Höhe je nach Anbieter unterschiedlich. Negativ bei diesen Verträgen ist, dass die Abschlußkosten höher als bei den anderen möglichen Riesterverträgen sind. Die Kosten für den Abschluß und die Vermittlerprovision werden in den ersten Beitragsjahren abgezogen, so dass nur ein geringer Teil der Beiträge verzinst und  angespart wird. Für Ältere ist dieser Vertrag deshalb ungeeignet.

2. Banksparplan

Der Banksparplan ist ein Ratensparvertrag mit Verzinsung und  Riesterzulagen. Die Sparrate und die Zulagen fließen auf ein Konto der Bank und werden nach einem bestimmten Modell verzinst, das bei jeder Bank unterschiedlich ist. Der Nachteil ist, dass variabel verzinst wird, so dass die zu erwartende Rente nicht vorhersehbar ist. Stiftung Warentest hat im Oktober 2007 Zinsangebote von 3 bis 4,5% vorgestellt. (Finanztest Ausgabe 10/2007). Die Verzinsung ist an den aktuellen Marktzins gebunden. Es gibt Banken, die ihre Kunden mit Treuebonus belohnen. Je länger der Vertrag bei ihnen läuft, um so höher werden die Zinsen. Für den Sparer ist das nachteilig, weil er keine Kontrolle hat, ob die Bank richtig verzinst. Der Vorteil besteht aber darin, dass die jährlichen Kosten für Verwaltung und  Kontoführung sehr gering sind. Auch der Wechsel zu anderen Banken ist einfach und kostengünstig.

3. Riester-Fonds

Fonds sind renditestark und relativ kostengünstig. Beim Fondssparen werden die Beiträge und Zulagen in Investmentfonds investiert. Von den eingezahlten Beiträgen werden Anteile von Investmentfonds gekauft. Wieviel ist kursabhängig. Da das über viele jahre hinweg getan wird, wird im Schnitt kostengünstig eingekauft. Rückt das Rentenalter näher, schichtet die Fondsgesellschaft mehr und mehr in sichere Rentenfonds um. Bei Rentenantritt wird aus vorhandenem Kapital ein Auszahlungsplan erarbeitet, nach dem es die Rente gibt. Vor einem  Börsencrash muß man sich nicht fürchten, weil alle Einlagen zu 100% abgesichert sein müssen. Nur wer vor Vertragsende aussteigen will, muß mit Verlusten rechnen. Deshalb ist diese Sparform besonders für junge Leute geeignet, da eine Mindestlaufzeit von wenigstens 10 bis 15 Jahren empfohlen wird. Der derzeit beste Riesterfonds laut FOCUS-MONEY-Test ist die DWS-RiesterRente Premium.

4. Wohn-Riester

Wohn-Riester ist die neueste Möglichkeit der Riester geförderten Altersvorsorge. Am 20.06.2008 wurde das Eigenheimrentengesetz beschlossen. Mit diesem Gesetz wurde eine Lücke bei der Förderung diverser Altersvorsorgevarianten geschlossen. Bau oder Erwerb einer Immobilie zur eigenen Verwendung wird nun vom Staat als Altersvorsorge anerkannt und staatlich gefördert. Oft fällt es den Häuslebauern schwer, neben der Kreditrate auch noch die Riesterbeiträge aufzubringen. Daher mußten viele verzichten. Jetzt kann Riestersparen und Immobiliendarlehen miteinander verbunden werden. Voraussetzung ist aber, dass die Immobilie, egal ob Haus oder Eigentumswohnung, selbst genutzt wird. Welche Möglichkeiten des Wohn-Riestern gibt es?

  • Die Eigenheimdirektfinanzierung

Das bedeutet, dass die Zulagen direkt zum Tilgen des Darlehens genutzt werden können. Das gilt aber nicht für alle Kredite. Deshalb sollten Sie sich bei Ihrer Darlehensbank über diese Möglichkeit informieren.

  • Die Finanzierung durch bestehenden Riestervertrag

Das bedeutet, dass der bereits bestehende Vertrag zur Finanzierung verwendet wird. Sie können aus dem Vertrag  Kapital nehmen und zur Baufinanzierung nutzen. Aber: Es müssen bereits schon 15 000 Euro angespart sein.

  • Die endfällige Entschuldung

Das bedeutet, dass bei Rentenantritt das gesamte Kapital und die Zulagen für die Tilgung des Baudarlehens verwendet wird. Damit gibt es aber keine Rentenzahlung. Voraussetzung dabei ist, dass 15 000 Euro angespart sein müssen und die Immobilie selbst verwendet wird.

Aber egal, für welche Art der Verträge Sie sich entscheiden, alle Verträge garantieren die Auszahlung aller eingezahlten Beiträge plus den Zulagen. Die Kosten des Vertrages werden vorher abgezogen. Diese Sicherheit wird bis zum Rentenbeginn gewährleistet. Wer allerdings vorher aussteigt, muß mit Verlusten rechnen.

Die Riester-Rente ist sehr vielseitig und bietet für jeden Risikotyp den passenden Vertrag. Nachteile sind kaum vorhanden.

18. September 2008

Ist die Lebensversicherung noch zeitgemäß?

Viel wird über die Kapitallebensversicherung diskutiert. Dabei ist sie der Klassiker der privaten Altersvorsorge. Rund 90 Millionen Verträge gibt es derzeit in Deutschland. Sie wird aber als renditeschwach und intransparent kritisiert. Inzwischen hat sich aber seit 1. Juli einiges in dieser Beziehung getan. Der Versicherer wurde per Gesetz verpflichtet, seine Kunden aufzuklären. Trotzdem bleibt vieles im Unklaren. Fakt ist, dass der Versicherer einen gesetzlich garantierten Zins gutschreiben muß. Das sind zur Zeit 2,25%. Eine Garantie für darüber hinaus gehende Überschüsse gibt es nicht. Seit Jahresbeginn muß aber auch über “Stille Reserven” informiert werden, z.B. über Immobilien, die nicht in der Bilanz auftauchen. Zusätzlich müssen die Kosten für den Vertragsabschluß  über die ersten fünf Jahre verteilt werden. Dadurch bildet sich schneller ein Sparguthaben.
Wenn Sie bei Abschluß einer Lebensversicherung eine Modellrechnung erhalten haben, haben Sie sich bestimmt auch darüber gewundert, dass etwa in den ersten drei Jahren kein Sparguthaben vorhanden war. Die eingezahlten Beiträge wurden für Abschlußkosten, Risikoanteil und Verwaltungskosten verwendet. Bis zum Ende der Vertragslaufzeit wird ein Teil Ihrer monatlichen Beiträge auch weiterhin für Risiko und Verwaltung verwendet, so daß vielleicht von den 100 Euro monatlicher Rate nur 70 Euro zum Sparen kommen. Das bedeutet, dass nur 70 Euro mit 2,25 % verzinst werden. Da sollte man schon überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, einen Sparplan und eine Risikolebensversicherung getrennt abzuschließen.

Es gibt noch mehr Nachteile, über die man nachdenken sollte. Wer finanziell in einer unsicheren Position ist, sollte andere Formen der Altersvorsorge prüfen. Wer einen Todesschutz nicht will, zahlt unnötig hohe Beiträge. Und seit Jahren sinken die Zinsen für neue Verträge.

Aber es gibt natürlich auch Vorteile. Es gibt eine  garantierte Rendite als Sicherheit, auch wenn sie sehr gering gegenüber anderen Sparformen ausfällt. Außerdem haben Sie Sparplan und Risiko in einem. Im Todesfall sind die Hinterbliebenen abgesichert. Die Kapitallebensversicherung ist auch für alle geeignet, die ihren Sparerfreibetrag oder neu “Sparerpauschbetrag” ausgeschöpft haben, weil die Beiträge steuermindernd wirken. Wer also ohne Risiko am Ende des Vertrages eine größere Summe ausgezahlt haben möchte, weil er einen Kredit tilgen will oder eine größere Anschaffung plant, sollte auf diese Form zurückgreifen.

Wenn Sie jetzt meinen, Ihre LV schnellstens loszuwerden, überdenken Sie noch einmal alles ganz genau. Sie sollten auf keinen Fall den Vertrag kündigen. Es gibt gute Möglichkeiten den Vertrag sinnvoll zu nutzen.

Zum einen kann er beitragsfrei weiterlaufen oder, was besser ist, er wird verkauft.

Lassen Sie den Vertrag beitragsfrei weiterlaufen, reduziert sich zwar die Auszahlungssumme, weil die Schlußüberschüsse nicht gezahlt werden. Aber Sie können jederzeit den Vertrag wieder aktivieren.

Bei einer Kündigung bekommt man nur den Rückkaufswert, der steht in der Modellrechnung. Es werden noch Stornogebühren abgezogen. Schlußgewinnanteile werden meistens nicht ausbezahlt. Es ist auf jeden Fall verlustreich. Seit einiger Zeit werben verschiedene Unternehmen damit, Lebensversicherungen aufzukaufen. Hier sollte man sich allseits informieren, um den höchstmöglichen Betrag zu erhalten. Beim Verkauf erhält man auf jeden Fall die eingezahlte Summe, das können bis 8% mehr als bei einer Kündigung sein. Der Aufkäufer führt den Vertrag weiter und erhält am Ende auch die Gewinne ausgezahlt.

Es gibt noch eine Möglichkeit, bei finanziellem Engpaß an Geld zu kommen. Prüfen Sie, ob nicht ein Kredit auf Ihre Lebensversicherung das Richtige ist. Sie erhalten 100% des Rückkaufwertes und haben gleichzeitig den Vorteil, die LV beitragsfrei stellen zu können. Statt der Beiträge für die Lebensversicherung zahlen Sie nur Zinsen für den Kredit. Je nach Höhe und Laufzeit erhalten Sie einen Zinssatz, der unter dem Branchendurchschnitt liegt. Der Kredit ist jederzeit tilgbar oder kann mit der Ablaufleistung verechnet werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Vertrag bestehen bleibt. Der Todesfallschutz bleibt erhalten, es gibt keine Schufa-Anfrage und keinen Schufa-Eintrag. Auch eine fondsgebundene LV kann mit 70% beliehen werden.

Besondere Formen der Kapitallebensversicherungen sind die nach wie vor sehr gefragten Sterbegeldversicherungen. Hier gilt i.d.R. eine lebenslange Versicherungsdauer bei begrenzter Beitragszahlungspflicht. Im Todesfall kommt dann die Leistung zur Auszahlung. Vorteil: Die meisten Versicherer verzichten auf die Gesundheitsfragen.

Nun müssen Sie entscheiden, ob die Vorteile für Sie überwiegen oder die Nachteile schwerwiegender sind. Ein Nachdenken über Sparen für das Alter lohnt sich allemal, ob so oder so.

3. September 2008

Haben Sie Geld zu verschenken?

Was soll die Frage, werden Sie denken, natürlich nicht! Aber trotzdem tun Sie es! Oder gehören Sie zu den Menschen, die regelmäßig ihre Versicherungen überprüfen, ob es nicht doch eine preiwertere mit gleichen Konditionen gibt. Dann sind Sie fein raus.
Was ist aber mit denen, die sich sagen, das gute Verhältnis zu meinem Versicherungsmakler ist mir wichtiger als Geld zu sparen. Jeder Versicherungsmakler freut sich natürlich über diese Beständigkeit seiner Kunden. Aber er ist sicherlich noch lieber gesehen, wenn er seinen Kunden hilft, Geld zu sparen. Das heißt, dass er regelmäßig kontrollieren sollte, wann die Verträge ablaufen und wie man sie im Sinne des Kunden umgestaltet.
Das gilt vor allem für Sachversicherungen, wie Hausratversicherung, Haftpflichtversicherung, Gebäudeversicherungen, Rechtsschutzversicherung.
Nicht mehr lange und das Jahr 2008 ist wieder Vergangenheit. Da müßte eigentlich bei jedem sofort “Kfz-Versicherung” durch den Kopf schießen.
Regelmäßig zum Ende des Jahres locken die Versicherer mit zahllosen Rabatten. Immer wieder werden neue Tarife eingeführt. Egal wie er sich nennt, ob Ladytarif, Einzelfahrertarif, oder, oder, oder……., gespart werden kann immer. Überprüfen Sie Ihren jetzigen Vertrag. Was ist nicht mehr zutreffend? Haben die Kinder ihr eigenes Fahrzeug und Sie sind Alleinfahrer? Besitzen Sie jetzt eine Garage? Hat sich Ihr Fahrverhalten geändert und Sie brauchen nicht mehr so viele Kilometer im Jahr zu fahren? Alles das hilft, die Haftpflichtversicherung zu senken.
Was ist mit der Kaskoversicherung? Muß die Vollkasko wirklich sein oder reicht eine Teilkasko aus? Wie hoch darf die Selbstbeteiligung sein? Haben Sie kaum private Rücklagen, sollte die Selbstbeteiligung sehr gering ausfallen. Besser ist natürlich eine höhere Selbstbeteiligung. Sie läßt den Versicherungsbeitrag gehörig schrumpfen und man kann vielleicht doch monatlich eine kleine Summe sparen.
Sie haben noch etwas Zeit, über all diese Fragen nachzudenken. Aber der 30. November ist schnell da. Das ist nämlich die fast letzte Möglichkeit einer Kündigung Ihres jetzigen Vertrages. Bis zum 30. November muß die alte Versicherung gekündigt sein. Sollten Sie dieses Datum verpaßt haben, können Sie nur darauf hoffen, dass Ihr derzeitiger Versicherer die Beiträge erhöht. Dann ist eine Kündigung zum 31. Dezember noch möglich. Also zögern Sie nicht lange, nutzen Sie das nächste Wochenende und nehmen Sie sich Ihren Versicherungsordner zur Hand. Sie haben doch hoffentlich einen? Überprüfen Sie Ihre Versicherungen!
Sollten Sie Ihren derzeitigen Versicherer nicht wechseln wollen, dann fragen Sie doch einfach mal nach, welche Rabatte für Sie in Frage kommen. Oder sprechen Sie doch einfach mal mit einem unabhängigen Versicherungsmakler. Gern wird dieser Ihnen im Vergleich verschiedene Versicherungen und deren Tarife erläutern.

Das ist die Autoversicherung, über die Sie sich Gedanken machen sollten.

Wie sieht es aber mit den anderen Sachversicherungen aus?

Entspricht Ihre Hausratversicherung noch dem jetzigen Zustand Ihrer Wohnung? Ich meine das in jeglicher Beziehung. Sollte ein Schaden entstanden sein, bekommen Sie für die Versicherungssumme wirklich eine neue Einrichtung oder reicht es kaum für ein neues Wohnzimmer? Oder haben Sie sich verkleinert und bezahlen Sie jetzt viel zu viel? Beides muß nicht sein. Beim letzteren könnten Sie doch jährlich gewaltig sparen. Eine große Wohnung ist teurer als eine kleine ohne Kinderzimmer.

Haben Sie auch daran gedacht, dass Ihre neue Küche wesentlich höherwertiger ist als Ihre “alte”?  Wenn nicht , sollten Sie aktiv werden. Auch wenn es Ihnen unwahrscheinlich erscheint, dass Sie von einem Unfall, wie auch immer, heimgesucht werden, die Möglichkeit besteht.

Vielleicht noch ein Tipp am Rande. Fotografieren Sie Ihre Wohnung, auch den Inhalt aller Schränke. So können Sie bei einem Wohnungsschaden das Vorhandensein Ihres ehemaligen Besitzes nachweisen. Überrechnen Sie einmal, wie teuer  eine neue Wohnungseinrichtung wäre, wenn man sie jetzt kaufen müßte. Aber auch Computer, Fernseher, Videokamera, Geschirr, Kleidung, Wäsche und, und, und…… gehören dazu. Da ist schnell die Versicherungssumme Ihres alten Vertrages aufgebraucht. Hinterlegen Sie die Fotos an einem anderen Ort als Ihre Wohnung, am besten in einem Schließfach.

Das sind nur zwei Ihrer Versicherungen, über die hier gesprochen wurde. Wie sieht es mit den anderen aus? Nutzen Sie das nächste Schlechtwetterwochenende, um reinen Tisch zu machen. Nicht jeder Vertrag ist gleich zu verändern, weil er noch nicht abläuft. Aber Sie können sich jetzt schon Bemerkungen in den Kalender schreiben, wann Sie aktiv werden wollen. Bedenken Sie, allgemein gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist. Sie sollten also mindestens vier Monate vor Ablauf Ihren Versicherungsmakler anrufen und einen Termin vereinbaren.

Viel Erfolg beim Versicherungsvergleich und Abschluss Ihrer neuen Verträge!

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