Versicherungen, Geld, Finanzen

21. September 2009

Arbeitsrechtsschutz – wichtiger Schutz in der Wirtschaftskrise

Abgelegt unter: Arbeitskraftabsicherung,Rechtsschutz — Schlagwörter: — admin @ 12:04

Wirtschaftskrise an den Arbeitsgerichten angekommen

Nachdem in den zurückliegenden Jahren eine Beruhigung an den Märkten und ein Rückgang der Streitigkeiten im Arbeitsrechtsschutz zu verzeichnen war, müssen im Verlauf der Wirtschaftskrise die

Rechtsschutzversicherer einen deutlichen Anstieg der Arbeitsrechtsschutz Schadenfälle konstatieren.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet im Jahr 2009 mit bis zu 680.000 Arbeitsrechtsschutzfällen – eine Zunahme von fast 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008.
In diesem Zusammenhang wird mit Aufwendungen von rund einer halben Milliarde Euro – gut 30 Prozent mehr als in 2008 – gerechnet.

In der ersten Instanz tragen bei Arbeitsrechtlichen Streitigkeiten beide Parteien – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – die Kosten des Rechtsstreites. Hier ist der Abschluss einer entsprechenden
Rechtsschutzversicherung angeraten, denn das Kostenrisiko jedes fünften Arbeitsrechtsschutzfalles beträgt mehr als 2000 Euro. (laut Berechnung des GDV)

Der Neuabschluss einer Rechtsschutzversicherung ist jedoch bei den meisten Anbietern mit einer Wartezeit von 3 Monaten im Arbeitsrechtsschutz verbunden. Aus diesem Grunde sollte frühzeitig
Versicherungsschutz beantragt werden.

21. Juli 2008

Riestern Sie schon?

Abgelegt unter: Arbeitskraftabsicherung — Schlagwörter:, , — admin @ 14:56

Die Riesterrente als eine Möglichkeit der Altersvorsorge ist derzeit in aller Munde. Getreu dem allseits bekannten Werbeslogan eines schwedischen Möbelhauses könnte man auch sagen:

Sparst du noch, oder riesterst du schon?

Wir wissen alle, dass für die heute jungen Leute die Rente geringer wird oder vielleicht auch auf ein Minimum zurückgeschraubt wird. Schon die derzeit 50er müssen länger arbeiten, um Rente zu erhalten. Wer dennoch zeitiger in Rente geht, muß mit Abschlägen rechnen, mit anderen Worten, eine Rentenkürzung erfolgt. Das ist nicht sehr erfreulich, wenn man davon ausgeht, dass derzeit etwa 67% vom durchschnittlichen Nettolohn gezahlt werden. Um es verständlicher zu machen, bei einem durchschnittlichen Netto von 1300 Euro bleiben als Rente noch 871 Euro übrig. Was können Sie von Ihrer Ausgabenliste streichen, um mit diesem Geld auszukommen? Ausgaben wie Miete, Strom, Wasser, Heizung sind ein Muß. Da diese ständig steigen, wird die Rente wohl kaum dafür reichen. Zusätzlich sollten Sie pro Jahr eine Inflationsrate von etwa 2,5% einrechnen. Bei diesen Zahlen wird sogar einem kurz vor der Rente stehendem Berufstätigen ganz flau. Sicher hilft der Staat den Rentnern, die mit wenig Rente auskommen müssen. Aber wollen Sie ständig als Bittsteller dastehen? Sicher, es steht Ihnen gesetzlich zu. Aber angenehm ist es trotzdem nicht, wenn man ein Leben lang gearbeitet hat und nun für den wohlverdienten Ruhestand nichts übrig ist.

Das sollte junge Menschen zum Nachdenken anregen. Sie können auch mit kleinen Beiträgen für das Alter vorsorgen. Man muß nur zeitig genug anfangen. Es lohnt sich immer.

Mal ehrlich, haben Sie nicht auch oft genug über unsere Politiker und ihre Maßnahmen geschimpft. Besonders dann, wenn es wieder mal ein Griff in unsere Geldbörse war, weil diese oder jene Steuer erhöht wurde oder Vergünstigungen wegfielen?

Jetzt tun unsere Politiker mal was Gutes und verschenken bares Geld und viele wollen es gar nicht. Wer soll das verstehen!

Vielleicht, weil es ihnen noch nicht genau erklärt wurde oder weil sie meinen, da ist ein Haken?

Ein einfaches Beispiel kann sicher etwas Klarheit bringen.

Nehmen wir eine junge Familie mit zwei Kindern. Das Ehepaar verdiente gemeinsam 30.000,00 Euro brutto im Jahr 2007. Im Jahr 2008 müssen 4% vom Bruttolohn in den Riester-Vertrag eingezahlt werden, um die vollen Zulagen zu erhalten. Das sind 1200 Euro für das Jahr. Nun gibt es eine Zulage für das Ehepaar von je 154 Euro, insgesamt 308 Euro. Für jedes Kind beträgt die Zulage 185 Euro, also 370 Euro. Diese Zulagen von 678 Euro werden dem Vertrag gutgeschrieben. Gleichzeitig  werden sie von den 1200 Euro Eigenbetrag abgezogen, so dass für die Familie ein noch zu zahlender Betrag von 522 Euro im Jahr 2008 oder 43,50 Euro pro Monat übrig bleibt.

Nun mal ehrlich! Können Sie es sich leisten, jedes Jahr so viel Geld zu verschenken, wenn es um Ihre Rente geht?  Wenn jetzt der Einwand kommt, Sie haben dieses Geld nicht übrig, weil die Lebenshaltungskosten so hoch sind? Dann überlegen Sie, auf welche nicht so wirklich wichtigen Dinge Sie verzichten könnten. Im Rentenalter müssen Sie es auf jeden Fall. Oder vielleicht überprüfen Sie,  ob wirklich alle Versicherungen sein müssen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, einzusparen. Man muß nur wirklich wollen.

Die Riester-Verträge sind vielfach nachgebessert worden. So muß man die Zulagen nur noch einmal beantragen. Sie werden dann jedes Jahr überwiesen. Außerdem gibt es steuerliche Vorteile, die Beiträge können als Sonderausgaben in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Neu ist auch die Kapitalentnahme zur Schaffung von Wohneigentum. Hier sollten Sie den Versicherungsmakler Ihres Vertrauens befragen.

Zum Thema Riester-Rente könnte noch viel mehr gesagt werden. Aber das ist Thema eines anderen Beitrages.

9. Juli 2008

Berufsunfähig – und nun?

Abgelegt unter: Arbeitskraftabsicherung — Schlagwörter:, — admin @ 16:44

Viele wissen es, einige handeln, aber es gibt auch nicht wenige, die meinen, sie selbst trifft es nicht. Aber das Risiko, berufsunfähig zu werden, steigt. Deshalb sollte jeder Arbeitnehmer und auch jeder Selbständige durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung finanziell abgesichert sein.

Es gibt Fakten, die eine klare Sprache sprechen.

Zum einen fehlt die finanzielle Quelle für den Lebensunterhalt. Staatliche Hilfen sind gering. Außerdem werden sie nur bei teilweiser oder voller Erwerbsunfähigkeit gewährt. Das bedeutet, wer seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, aber eine andere Arbeit in einem bestimmten Umfang ausüben kann, geht leer aus.

Zum anderen ist zu bedenken, dass durch Erwerbseinkommen der Aufbau der Altersversorgung finanziert wird. Fällt das Einkommen weg, wird auch nicht in die Rente investiert. Mit dem Rentenbeginn kommt also das nächste böse Erwachen, die gesetzliche Rente ist gering.

Ursachen für eine  Berufsunfähigkeit sind weniger die Unfälle. Hierfür gibt es als zusätzliche Absicherung die Unfallversicherungen. Günstiger Versicherungsschutz ist hier leicht zu bekommen. Ein Vergleich der Unfallversicherung lohnt immer.

Es sind Beeinträchtigungen des Körpers und der Psyche, die uns aus dem Berufsleben werfen.

Am häufigsten sind es Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, gefolgt von psychischen Erkrankungen, Unfällen und den Herz-, Kreislauferkrankungen.

Was heißt nun aber berufsunfähig?

Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf ganz oder nur teilweise auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Wichtig für den Versicherten ist, dass er im Leistungsfall nicht auf einen anderen Beruf verwiesen werden kann. Das ist zwar bei den meisten Versicherungsgesellschaften Standard, aber es gibt auch noch verschiedene Tarife, bei denen das nicht so ist. Also gut aufgepasst und sich genauestens informieren!

Welche Folgen kann die Berufsunfähigkeit für einen Berufstätigen noch haben?

Eine länger dauernde Krankheit ist oft der Grund für eine Berufsunfähigkeit. Damit ist meistens auch der Verlust des Arbeitsplatzes verbunden. Krankengeldzahlungen aus privaten und gesetzlichen Krankenkassen enden, wenn die Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Dabei ist unwichtig, ob der Berufsunfähige Leistungen aus gesetzlichen oder privaten Versicherungen erhält. Ist dann auch der Anspruch auf Arbeitslosengeld beendet, beginnt der soziale Abstieg.  Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung erreichen nicht einmal die Höhe des gesetzlichen Existenzminimums.

Wie hoch sind nun die Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung?

Die Erwerbsminderungs-Rentenreform aus dem Jahr 2001 brachte drastische Kürzungen.

Zum einen wurde die gesetzliche Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente durch die Erwerbsminderungsrente ersetzt. Zum anderen haben alle nach dem 1.Januer 1961 Geborene bei Berufsunfähigkeit keinen gesetzlichen Schutz mehr. Deshalb ist Privatvorsorge zwingend notwendig!!!

Was heißt das nun genau?

Für alle gesetzlich versicherten Personen, die am 31.12.2000 das 40. Lebensjahr erreicht hatten, bleibt die alte Regelung erhalten, d.h. bei Berufsunfähigkeit zahlt der Gesetzgeber ca. 26% vom Bruttoeinkommen. Das sind bei 2000 Euro monatlichem Brutto ca. 520 Euro monatlich. Das reicht vielleicht nur für die Miete. Und was wird mit den Lebenshaltungskosten?

Für Versicherte unter 40 Jahren sieht es seit dem 01.01.2001 folgendermaßen aus:

Die “Halbe Erwerbsminderung” bringt ca 17 % vom Brutto, bei 2000 Euro brutto sind das ca. 340 Euro monatlich.  Eine “Halbe Erwerbsminderung ” liegt vor, wenn eine Tätigkeit, egal in welcher Form, für 3 bis 6 Stunden täglich ausgeführt werden kann.

Bei einer vollen Erwerbsminderung, also volle Berufsunfähigkeit, gibt es ca. 34 % vom monatlichen Brutto, bei 2000 Euro brutto sind das ca. 680 Euro monatlich.

Was kostet nun eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei der Berechnung der Berufsunfähigkeitsrente sind verschiedene Aspekte zu beachten. Zum Beispiel: Wie hoch sollte die Rente sein? Welchen Beruf übe ich aus? Es gibt bei den Versicherungen unterschiedliche Berufe, wie z.B. Dachdecker, Bauarbeiter, Krankenschwester, Friseure u.a., die ein größeres Risiko einer Berufsunfähigkeit haben, als z.B. Mitarbeiter in Verwaltungen.

Die folgenden Beispiele gehen vom einem geringen Risiko aus. Soll eine BU-Rente von 1000 Euro gezahlt werden, zahlen junge Männer und Frauen etwa gleich viel. Mit zunehmendem Eintrittsalter erhöhen sich die Beiträge für Frauen erheblich.

Zahlen 25jährige Männer und Frauen noch 52 Euro monatlich, sind es bei 35jährigen Männern 63 Euro und bei den Frauen 71Euro, so sind es bei 45jährigen Männern 78 Euro und bei den Frauen schon 92 Euro. Das sind Durchschnittswerte, die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sind.

Deshalb ist eine frühzeitige Versicherung sehr wichtig. Am besten ist es, sich als Student, Abiturient oder Auszubildender zu versichern, da die Aufschläge auf eventuelle Risikogruppen noch nicht vorhanden sind. Ein Berufswechsel oder Neueinstieg ist der Versicherung nicht zu melden, so wie es bei der Unfallversicherung der Fall ist.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine reine Risikoabsicherung. Sollte kein Schadensfall eintreten, werden die Beiträge nicht zurück erstattet. Deshalb kann es günstiger sein, die Berufsunfähigkeit mit anderen Versicherungen zu kombinieren.

Das wird aber Thema eines anderen Beitrages sein.

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