Im Ausland richtig versichert

Autor stephan , 2011, Artikel in Kategorie Krankenversicherung No Comments

Auswanderer und Auslandserwerbstätige war eine seitens der Versicherungen kaum beachtete Randgruppe. Wer vor 10 Jahren eine Reise ins Ausland über einen längern Zeitraum plante und dafür eine entsprechende Krankenversicherung abschließen wollte, hatte es schwer, die richtige zu finden.

Doch in der heutigen globalen Welt findet auch diese Zielgruppe immer öfter Berücksichtigung. Inzwischen gibt es immer mehr Versicherungen,Assekuranzen,Krankenversicherer, die gute und auch weltweit gültige Krankenversicherungen anbieten.

In hinblick der zunehmenden Bedeutung des Versicherungsschutzes im Ausland gibt es nach wie vor einige Versicherungslücken, die sich die Auswanderer bzw. im Ausland Erwerbstätigen nicht im Klaren sind. So versichern die meisten Auslandsreisekrankenversicherungen nur einen beschränkten Zeitraum von 42 bis 56 Tage im Jahr. Berufliche Aktivitäten sind oft gar nicht abgedeckt. Viele sind auch der Meinung, dass man in Europa mit der Krankenkarte abgesichert ist. Das ist ein Irrglaube, denn nicht in allen EU-Ländern besteht freie Arztwahl und außerdem begleicht die gesetzliche Krankenkasse hierzulande ausschließlich solche Leistungen, für die sie auch in Deutschland aufkommen würde.

Das bedeutet, viele Auswanderer bleiben im Aufenthaltsland auf ihren Kosten sitzen. Wer also für längere Zeit einen Auslandsaufenthalt plant, sollte eine hierfür spezielle private Auslandsversicherung abschließen. Die Altersgrenze für die Aufnahme in eine solche Versicherung beträgt allerdings 65 Jahre.

Angebote für eine Auslandsversicherung gibt es viele, ein gewissenhafter Blick in die Tarifbedingungen der Versicherung lohnt sich. Es gibt Versicherungen, die nur Grundabsicherung anbieten und einige Behandlungen nicht abgedeckt sind, so wie z.B. Behandlungen in der Schwangerschaft oder auch zahnärztliche Behandlungen.

Ein Leistungsmerkmal gewinnt immer mehr an Bedeutung: Patientenrechtsschutz. Ca. 15 Millionen Patienten erleiden in Europa gesundheitliche Schäden aufgrund einer falschen Behandlung. Zurückzuführen ist dies zum einen auf sprachliche Verständigungsprobleme und andererseits haben andere Länder auch andere medizinische Standards.

Vorvertragliche Erkrankungen

Die meisten Anbieter schließen vor Reisebeginn bekannte Grunderkrankungen vom Versicherungsschutz aus. Wer also ständig Medikamente einnehmen muss,dem sollte klar sein, dass vor Beginn der Reise vorhersehbare Folgebehandlungen und -medikamente nicht unter den Versicherungsschutz fallen. Es gibt auch Versicherer, die Krankheiten und Gebrechen vom Krankenversicherungsschutz ausschließen, welche ein halbes Jahr vor Reisebeginn unter ärztlicher Kontrolle standen.

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Selbstbehalt in der PKV

Autor undine , 2011, Artikel in Kategorie Krankenversicherung No Comments

Wer in der PKV ist, zählt zu den besser Verdienenden, Beamten, Selbständigen oder Freiberuflern. Seit 2011 können nun auch gesetzlich Krankenversicherte in die Private Krankenversicherung wechseln. Bedingung ist allerdings, dass man 2010 mehr als 49.950 Euro verdient hat. Für Selbständige und Freiberufler gibt es diese Versicherungspflichtgrenze nicht. Sie können unabhängig davon in eine PKV wechseln.

Wer in die PKV wechseln möchte, muss sich auch einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Das kann bedeuten, dass man mit Zuschlägen bzw. einer Ablehnung rechnen muss. Auch bei unvollständiger Beantwortung der Gesundheitsfragen sind Zuschläge die Folge. Man sollte auch bedenken, wer sich einmal für die PKV entschieden hat, kommt schlecht wieder raus. Wenn man also aufgrund geringerer Einkünfte oder Berufsunfähigkeit zurück in die GKV wechseln möchte, hat man oft schlechte Karten.

Die Kosten in der PKV lassen sich senken, indem man einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählt, dass kann von 53 Euro bis zur Höchstgrenze von 5000 Euro pro Jahr gehen.

Unter diesen Formen der Selbstbeteiligung kann man wählen:

  • Selbstbeteiligung in Teilbereichen (Modul-Tarif)

nur für den ambulanten Bereich

  • Prozentualer Selbstbehalt

Selbstbeteiligung immer nur zu einem gewissen Anteil an Behandlungskosten

  • Komplette Selbstbeteiligung (Kompakt-Tarif)

Selbstbeteiligung in allen Bereichen (Ambulant/Stationär/Zahn)

  • Fallweise Selbstbeteiligung

Eigenbeteiligung pro Behandlung

ABER – eine Selbstbeteiligung ist für diejenigen lohnenswert, die nicht oft zum Arzt gehen. Viele PKV belohnen auch ihre Kunden, indem sie einen Teil des Beitrages zurückerstatten, wenn sie innerhalb eines Jahres keine Leistungsrechnungen stellen.

Wer also viel in medizinischer Behandlung ist und den Selbstbehalt in voller Höhe ausschöpft, für den kann es schnell zum Minusgeschäft werden. Man sollte die Höhe der Selbstbeteiligung moderat auswählen, um tatsächlich einen Preisvorteil zu haben.

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