Selbstbehalt in der PKV

Autor undine , 2011, Artikel in Kategorie Krankenversicherung No Comments

Wer in der PKV ist, zählt zu den besser Verdienenden, Beamten, Selbständigen oder Freiberuflern. Seit 2011 können nun auch gesetzlich Krankenversicherte in die Private Krankenversicherung wechseln. Bedingung ist allerdings, dass man 2010 mehr als 49.950 Euro verdient hat. Für Selbständige und Freiberufler gibt es diese Versicherungspflichtgrenze nicht. Sie können unabhängig davon in eine PKV wechseln.

Wer in die PKV wechseln möchte, muss sich auch einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Das kann bedeuten, dass man mit Zuschlägen bzw. einer Ablehnung rechnen muss. Auch bei unvollständiger Beantwortung der Gesundheitsfragen sind Zuschläge die Folge. Man sollte auch bedenken, wer sich einmal für die PKV entschieden hat, kommt schlecht wieder raus. Wenn man also aufgrund geringerer Einkünfte oder Berufsunfähigkeit zurück in die GKV wechseln möchte, hat man oft schlechte Karten.

Die Kosten in der PKV lassen sich senken, indem man einen Tarif mit Selbstbeteiligung wählt, dass kann von 53 Euro bis zur Höchstgrenze von 5000 Euro pro Jahr gehen.

Unter diesen Formen der Selbstbeteiligung kann man wählen:

  • Selbstbeteiligung in Teilbereichen (Modul-Tarif)

nur für den ambulanten Bereich

  • Prozentualer Selbstbehalt

Selbstbeteiligung immer nur zu einem gewissen Anteil an Behandlungskosten

  • Komplette Selbstbeteiligung (Kompakt-Tarif)

Selbstbeteiligung in allen Bereichen (Ambulant/Stationär/Zahn)

  • Fallweise Selbstbeteiligung

Eigenbeteiligung pro Behandlung

ABER – eine Selbstbeteiligung ist für diejenigen lohnenswert, die nicht oft zum Arzt gehen. Viele PKV belohnen auch ihre Kunden, indem sie einen Teil des Beitrages zurückerstatten, wenn sie innerhalb eines Jahres keine Leistungsrechnungen stellen.

Wer also viel in medizinischer Behandlung ist und den Selbstbehalt in voller Höhe ausschöpft, für den kann es schnell zum Minusgeschäft werden. Man sollte die Höhe der Selbstbeteiligung moderat auswählen, um tatsächlich einen Preisvorteil zu haben.

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Basistarif der PKV

Autor undine , 2011, Artikel in Kategorie Allgemeines No Comments

Die PKV ist seit dem 01. Januar 2009 gesetzlich verpflichtet worden, einen brancheneinheitlichen Basistarif anzubieten, welcher sich sehr deutlich von den anderen PKV-Produkten unterscheidet. Er ist ein gesetzlich definiertes Produkt, dass mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen vergleichbar ist. Allerdings besteht kein hochwertiger Versicherungsschutz, wie er bei der Privaten Krankenversicherung üblich ist. Der Basistarif ist zudem immer an die gesetzlichen Vorgaben geknüpft, d.h. wenn Leistungen gekürzt werden, gilt das auch für den Basistarif. Das kommt der GKV schon sehr nahe und doch unterscheidet sich dieser Tarif in der Höhe des Beitrages.

In der GKV richtet sich der Beitrag immer nach der Höhe des Einkommens – also höheres Einkommen bedeutet höherer Beitrag. Beim Basistarif ist die Höhe des Beitrages abhängig von den jeweils versicherten Leistungen, vom Eintrittsalter und vom Geschlecht. Vorerkrankungen bei Versicherungsbeginn spielen beim Basistarif keine Rolle. Die sonst üblich von der PKV erhobenen Risikozuschläge fallen weg. Tendenziell versichern sich daher eher alte und kranke Versicherte, die viele Gesundheitsleistungen benötigen. Diese müssen jedoch von allen bezahlt werden. Der Basistarif entpuppt sich als teurer Tarif, welcher sogar höher ist als die echten PKV-Tarife. Der Basistarif darf allerdings die maximale Beitragshöhe nicht überschreiten, das wurde vom Gesetzgeber vorgegeben.

Weiterhin zahlt im Basistarif jeder Versicherte seinen eigenen Beitrag. Das bedeutet, dass ein Ehepaar stets zwei Beiträge zahlt (begrenzt auf den Höchtstbetrag). Auch Kinder und Jugendliche zahlen gesonderte Beiträge. In der GKV sind Ehepartner und Kinder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert.

Bei dem Basistarif handelt es sich ganz und gar nicht um ein „Privatversicherungs-Schnäppchen“. Denn durch die vielen gesetzlichen Vorgaben müssen viele Versicherte den Höchstbeitrag zahlen. Er ist eine Versicherung nach dem Modell der GKV unter dem Dach der PKV.

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Bei vielen Gesellschaften ist im Bereich Krankenversicherung eine ordentliche Kündigung nur noch bis 30.09.2010 möglich. Tarife, die unmittelbar mit der Versicherungspflicht zu tun haben, können ohne Bedenken gekündigt werden. Die Kündigung einer Kranken-Voll ist gem. § 205 Abs. 6 VVG und § 13 Abs. 7 MB/KK 2009 unwirksam, wenn keine Nachfolgebescheinigung vorgelegt wird. Es ist wichtig, das Kündigungen der Hauptversicherung sowie der Pflegepflicht unkompliziert sind. Zusatzversicherungen, wie z.B. Tagegelder und/oder Zahntarife, die einen eigenständigen Baustein darstellen, sollten nicht gekündigt werden.

Wichtige Zahlen für 2011

  • alte Bemessungsgrenze:       49.950 €         4.162,50 €
  • neue Bemessungsgrenze:     44.550 €         3.712,50

Weiterhin sind Neuerungen auf Grund des neuen GKV-Finanzierungsgesetz zu beachten. Mit folgenden Neuerungen soll der Eintritt in die Private Krankenversicherung erleichtert werden:

So kann ein Arbeitnehmer, wenn sein Einkommen über der aktuellen Versicherungspflichtgrenze liegt, wieder früher in die PKV wechseln, d.h. er kann sich zum Januar des Folgejahres privat versichern.

Die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung steigen von 14,9 % auf 15,5 %. Gerade die Selbständigen sind hiervon betroffen. Auch die Zusatzprämie wird weiter steigen. Es ist damit zu rechnen, dass im nächsten Jahr alle Kassen einen Zusatzbeitrag erheben werden.

Die Regierung behauptet, dass die Gesundheitsreform 2011 fair, stabil und vor allem transparent gestaltet werden soll. Es soll erreicht werden, dass unser Gesundheitssystem auf Dauer eine Perspektive hat. Weiterhin wird behauptet, dass der Sozialausgleich in der GKV

  • gerecht ist
  • von einem „Schätzerkreis“ für das Folgejahr prognostiziert wird,
  • durch Steuermittel finanziert wird
  • die Voraussetzungen für eine finanzielle Stabilität sowie einen funktionierenden Wettbewerb unter den Kassen schaffen soll.

Die Rahmenbedingungen für die PKV werden also durch das GKV-Finanzierungsgesetz deutlich verbessert.

Nur in der Privaten Krankenversicherung hat man eine Leistungsgarantie und muß keine Leistungskürzungen befürchten. Auch die Beitragssätze verdeutlichen: vom Höchstsatz in der GKV zum Beitrag in der PKV liegt hier oft eine Differenz von mehr als 200 €.

Im Alter hat der Kunde einer PKV die Möglichkeit, sich mit dem Basistarif so zu versichern wie in der GKV – gesetzlichen Krankenversicherung. Das bedeutet, dass der Kunde alle angesammelten Rückstellungen auf den Tarif übertragen bekommt. Es handelt sich hierbei nicht selten von über 500 € monatlich.

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Versicherungsschutz für Auswanderer

Autor undine , 2010, Artikel in Kategorie Allgemeines No Comments

Jede Woche läuft im Fernsehen eine Auswanderer-Sendung. Sie zeigen auf, dass immer mehr Menschen ihre Heimat verlassen. Ein Trend, der in der heutigen globalisierten Welt kaum noch aufzuhalten ist. Die Gründe dafür sind verschieden, bei manch einem erfordert es ser Job, eine Tätigkeit im Ausland aufzunehmen und mit der ganzen Familie tausende Kilometer weit wegzuziehen, Studenten suchen sich einen Praktikumsplatz im Ausland und einige Rentner möchten ihren Lebensabend in wärmeren Ländern verbringen. Was viele dabei allerdings ganz vergessen, ist die soziale Absicherung im Ausland. Hier kommt der Makler in’s Spiel, er kann den Kunden auf diese Lücken hinweisen und gleichzeitig Alternativen aufzeigen. Das kommt beim Kunden gut an und außerdem kann er sie somit auf lange Zeit binden.

Besinders hoher Beratungsbedarf besteht beim Thema Krankenversicherung, denn vielen Auswanderern ist nicht klar, dass die normale Reisekrankenversicherung keinen Schutz für längere Zeit bietet, sondern nur für 6 Wochen. Wenn man also die Absicht hat, für lange Zeit ins Ausland zu gehen, genötigt man eine spezielle private Auslandskrankenversicherung, wobei hier das Höchstaufnahmealter bei 65 Jahren liegt.

Man sollte aber zuerst abklären, ob in dem jeweiligen Land überhaupt eine Sozialversicherungspflicht besteht, wenn man seinen Wohnsiczt in Deutschland gänzlich aufgibt und ob es zwischen Deutschland und dem Auswandererland ein Sozialversicherungsabkommen gibt. Doch aufgepaßt, gerade in Ländern mit einem nationalen Gesundheitsdienst klafft die Lücke zum Versorgungsniveau in Deutschland gewaltig auseinander.

Auch bei der Arbeitslosenversicherung gibt es Beratungsbedarf für den Makler. In Deutschland bekommt man nur Unterstützung, wenn man zwei Jahre vor der Arbeitslosigkeit mindestens 1 Jahr Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt hat. Wenn der Auswanderer jetzt länger als 2 Jahre im Ausland verweilt, riskiert er seinen Schutz, vor allem außerhalt der EU und fällt schließlich am Ende in Hartz IV. In diesem Fall ist es ratsam, eine private Arbeitslosenversicherung abzuschließen.

Weiterhin sollten Auswanderungswillige mit ihrem Finanzberater prüfen, ob es bei Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherungen für bestimmte Staaten Ausschlüsse gibt oder evtl. Klauseln enthalten sind, dass eine Berufsunfähigkeit oder ein Todesfall nur von einem deutschen Arzt bestätigt werden darf.

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