Die Absicherung der Arbeitskraft ist eine teure Angelegenheit. Das gilt insbesondere für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade hohe Prämien und allumfassende Gesundheitsfragen schrecken viele Kunden ab. Da erscheint eine Unfallversicherung viel unkomplizierter. Dazu kommt, dass man in jungen Jahren der Meinung ist, Berufsunfähigkeit betrifft ja nur die Älteren. Dabei gibt es eine hohe Berufsunfähigkeitsquote unter 50 Jahren. Durchschnittlich sind Männer 50 und Frauen 49 Jahre, wenn sie berufsunfähig werden. Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind häufig Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beschwerden aber auch Nervenkrankheiten sowie psychische Erkrankungen werden hier häufig genannt.

Ein Unfall führte nur in etwa 2,5 % aller Fälle zur Frührente durch eine Erwerbsunfähigkeit und nur 6 bis 25 % aller Berufsunfähigkeiten entstanden durch einen Unfall. Damit wird deutlich, dass das Unfallrisiko viel geringer ausfällt als allgemein angenommen wird. Hingegen ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit sehr viel höher einzuschätzen.

Aber auch Unfallversicherungen haben eine Funktion zu erfüllen. Denn nicht jeder Unfall bedeutet gleichzeitig Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit. Wie allgemein bekannt, passieren die meisten Unfälle in der Freizeit. Wer also in seiner Freizeit gefährliche Sportarten betreibt (z.B. Klettern, Skifahren usw.) sollte über eine separate Unfallversicherung nachdenken. Auch die Schadenersatzansprüche in der Kfz-Haftpflichtversicherung sind bei nicht mal selbst verschuldeten Unfällen eher gering.

Beide Produkte ergänzen sich also gegenseitig. Es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten des Kunden an, ob und inwieweit er Abstriche machen muss. Eine gute Beratung beim Makler ist hier sinnvoll.

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Absicherung bei Berufsunfähigkeit

Autor undine , 2010, Artikel in Kategorie Arbeitskraftabsicherung 1 Comment

Für alle, die nach dem 01.01.1961 geboren sind, gibt es nur eine Erwerbsminderungsrente. Das hat zur Folge, dass beispielsweise Schüler, Lehrlinge und Studenten aber auch Selbständige keinerlei Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente haben und damit auch keinerlei Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit gegeben ist.

Bei Arbeitnehmern sieht es da etwas anders aber nicht besser aus. Bei voller Erwerbsminderung erhalten sie eine Rente von 34 % des letzten Bruttoeinkommens, bei teilweise Erwerbsminderung 17 %. Das heißt im Klartext bei einem Nettoeinkommen von 1200 Euro monatlich wird eine Rente von 510 Euro bzw. 255 Euro gezahlt. Hiermit wird verdeutlicht wie wichtig eine private Absicherung ist.

Nun gibt es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung die unterschiedlichsten Varianten. Hier die wichtigsten und wesentlichsten Inhalte:

Im Sinne der privaten Versicherung ist man dann berufsunfähig, wenn man seinen Beruf nicht länger als ein halbes Jahr zu 50 % ausüben kann. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, wie z.B. Gelenkserkrankungen, Unfälle, Erkrankungen der inneren Organe, Diabetes usw. Dabei ist nicht wichtig, was man früher mal gelernt hat sondern es geht um die jetzige Tätigkeit, die nicht mehr ausgeübt werden kann.

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist darauf zu achten, dass man im Leistungsfall vom Versicherer im keinen anderen Beruf verwiesen werden kann. Auch sollten alle Verträge bis zum 63 Lebensjahr abgeschlossen werden, also dem frühest möglichen Zeitpunkt für Altersrente. Diese beiden Punkte sollten im Vertrag auf keinen Fall fehlen.

Der monatliche Beitrag richtet sich nach dem derzeitigen Beruf, nach dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand und natürlich der Versicherungshöhe. Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungsgesellschaften sind enorm. Hier sollte man mit Hilfe des Versicherungsmaklers die verschiedenen Angebote zur Berufsunfähigkeitsversicherung vergleichen.

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Kombination private BUZ mit RürupRente

Autor undine , 2010, Artikel in Kategorie Altersvorsorge No Comments

Wer mitten im Berufsleben steht, denkt nicht an Krankheit oder Unfall.Dabei sollte man aber wissen, dass jeder vierte Berufstätige wegen Erkrankung vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheidet. Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache dafür gefolgt von Rückenleiden und Unfällen.

Nach der Rentenreform 2001 müssen sich Selbständige und die nach 1961 Geborenen auf härtere Zeiten gefasst machen, denn die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente gibt es nicht mehr. sie wurde ersetzt durch eine Erwerbsminderungsrente. Im Fall einer Berufsunfähigkeit spielt der ausgeübte Beruf keine Rolle mehr, mann muss jede mögliche Tätigkeit annehmen, auch wenn diese der beruflichen Qualifikation nicht entspricht.

Die Höhe der Rente richtet sich nach der Anzahl der Stunden, die man noch arbeiten kann:

  • 0-3 Stunden am Tag: max. 38 % des letzten Bruttogehaltes
  • 3-6 Stunden am Tag: max. 19 % des letzten Bruttogehaltes
  • mehr als 6 Stunden am Tag: keinen Euro

Selbständige verfügen über keine gesetzliche Grundsicherung. Dies gilt auch für Freiberufler wie Ärzte, Apotheker und Rechtsanwälte. Sie erhalten nur bei einer 100 %gen Berufsunfähigkeit Leistungen aus ihrem berufsständischen Versorgungswerk.

Eine private Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ist somit die einzige Möglichkeit für eine Altersvorsorge. Durch die Kombination mit der Rürup-Rente kann man diese vom Staat steuerlich fördern lassen. Man setzt ganz einfach die eingezahlten Beiträge von der Steuer ab. Bei Singles sind es bis zu 20.000 €,bei Ehepartners bis zu 40.000 € im Jahr. Allerdings ist zu beachten, dass die steuerliche Förderung nur dann eintritt, wenn max. 49 % der Beiträge in die BUZ fließen und mindestens 51 % für den Aufbau der Altersrente verwendet werden.

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