Assistance-Leistungen boomen

Autor undine , 2011, Artikel in Kategorie Unfallschutz No Comments

In den vergangenen 4 Jahren nahm die Bedeutung der Assistance immer mehr zu. Einer Umfrage zufolge sind Assistance-Leistungen im Rahmen der abgeschlossenen Versicherungsverträge für 83 % der Bundesbürger wichtig bis sehr wichtig. Gerade nach den aktuellen Ereignissen in Japan wird vielen Menschen deutlich gemacht, wie schnell man sein Hab und Gut verlieren kann und auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

Die Angebote solcher Hilfsleistungen wurden immer vielfältiger und nicht alle machen auch Sinn. Doch lt. Schätzungen des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl der 65-jährigen (heute bei ca. 17 Millionen) im Jahre 2030 schon bei 22 Millionen liegen. Deshalb bieten die Versicherungen gerade für Senioren umfassende Hilfsleistungen an. so wird z.B. die klassische Unfallversicherung plus Service durch eine Solo-Hilfe-Police ergänzt oder eine Unfallversicherung mit Pflege kombiniert.

Der Nachteil solcher Angebote liegt darin, dass die Hilfsleistungen erst nach einem Unfallereignis greifen. Das sollte der Vermittler dem Kunden klar machen. Außerdem besteht auch kein Partnerschutz, denn wenn der Partner ins Krankenhaus muss, wird oft gerade dann Hilfe benötigt.

Noch stecken die Assistance-Leistungen in den Kinderschuhen und die Angebote der Versicherungen unterscheiden sich deutlich voneinander. Der Makler sollte dem Kunden genau aufzeigen, welche Kosten, in welcher Höhe und wann übernommen werden.

Hier ein Überblick über Assistance-Leistungen für Senioren:

Wichtigste Leistungen aus der Unfallversicherung f. Senioren

Versicherung Tarif Leistungskürzung bei Mitwirkung von Vorerkrankungen ab diesem Prozentsatz Unfälle durch Bewusstseinsstörung infolge von Medikamenten versichert? Oberschenkel-Halsbruch ohne Unfallereignis versichert? Herzinfarkt als Unfallauslöser versichert? Schlaganfall als Unfallauslöser versichert?
Nürnberger Unfall-Komfort-Versicherung u. Nürnberger Sofort-Service-Unfall für Aktive ab 50,

NAV-Tarif

25 nein nein ja ja
Generali Selektra Privat 50 Plus 35 ja Nein, nur gegen Zuschlag bis 2000 Euro ja ja
Gothaer Unfallversicherung GUB 2008+Cura Plus + Top Baustein 40 ja nein ja ja
Helvetia Vitaplus Senioren Deckungspaket 35 ja ja ja ja
Continentale UnfallGiroVita 25 nein ja ja ja
HKD 60 Aktiv Status 25 nein ja nein nein
Volkswohlbund Unfall 60 Plus 35 ja ja ja ja
Volkswohlbund Unfall Easy Komfort 25 ja nein ja ja

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Die Absicherung der Arbeitskraft ist eine teure Angelegenheit. Das gilt insbesondere für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade hohe Prämien und allumfassende Gesundheitsfragen schrecken viele Kunden ab. Da erscheint eine Unfallversicherung viel unkomplizierter. Dazu kommt, dass man in jungen Jahren der Meinung ist, Berufsunfähigkeit betrifft ja nur die Älteren. Dabei gibt es eine hohe Berufsunfähigkeitsquote unter 50 Jahren. Durchschnittlich sind Männer 50 und Frauen 49 Jahre, wenn sie berufsunfähig werden. Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind häufig Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Beschwerden aber auch Nervenkrankheiten sowie psychische Erkrankungen werden hier häufig genannt.

Ein Unfall führte nur in etwa 2,5 % aller Fälle zur Frührente durch eine Erwerbsunfähigkeit und nur 6 bis 25 % aller Berufsunfähigkeiten entstanden durch einen Unfall. Damit wird deutlich, dass das Unfallrisiko viel geringer ausfällt als allgemein angenommen wird. Hingegen ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit sehr viel höher einzuschätzen.

Aber auch Unfallversicherungen haben eine Funktion zu erfüllen. Denn nicht jeder Unfall bedeutet gleichzeitig Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit. Wie allgemein bekannt, passieren die meisten Unfälle in der Freizeit. Wer also in seiner Freizeit gefährliche Sportarten betreibt (z.B. Klettern, Skifahren usw.) sollte über eine separate Unfallversicherung nachdenken. Auch die Schadenersatzansprüche in der Kfz-Haftpflichtversicherung sind bei nicht mal selbst verschuldeten Unfällen eher gering.

Beide Produkte ergänzen sich also gegenseitig. Es kommt auf die finanziellen Möglichkeiten des Kunden an, ob und inwieweit er Abstriche machen muss. Eine gute Beratung beim Makler ist hier sinnvoll.

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Eine Unfallversicherung soll bei Verletzungen oder im schlimmsten Fall bei Invalidität finanziell schützen. Dabei unterscheidet man zwischen der privaten und der gesetzlichen Unfallversicherung.

In der gesetzlichen Unfallversicherung, welche Bestandteil der Sozialversicherung ist, sind vor allem Arbeitnehmer, Schüler, Auszubildende und Landwirte versichert. Leistungen werden gezahlt bei Wegeunfällen zur Arbeit oder bei anerkannten Berufskrankheiten. dabei ist allerdings zu beachten, dass bei Unfällen unter Alkoholeinfluss der Versicherungsschutz gefährdet ist. die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt Kosten zur Wiederherstellung der Gesundheit, auch Arztkosten und Lohnersatzleistungen werden bezahlt.

Eine private Unfallversicherung dagegen zahlt fast in allen Lebenslagen. Ein solcher Vertrag ist für jeden Menschen wichtig, da lt. Statistik die meisten Unfälle nicht im Beruf sondern zu Hause in der Freizeit passieren. Es muß sich jedoch um einen plötzlichen bzw. unvorhergesehenen Unfall handeln. die monatliche Beitragshöhe einer privaten Unfallversicherung richtet sich nach Alter, Geschlecht und ausgeübtem Beruf. Wenn der Versicherte einer sehr risikobehafteten Tätigkeit nachgeht oder ein gefährliches Hobby betreibt, kann das unter Umständen zu Prämienaufschlägen führen. Auch Behandlungskosten, Kosten von kosmetischen Operationen oder Krankenhaustagegeld werden von der privaten Unfallversicherung übernommen.

In Deutschland gibt es neben diesen beiden Unfallversicherungen noch weitere, welche jedoch nur für ganz bestimmte Personen- bzw. Berufsgruppen zuständig sind.

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